Herkunft des "Unbekannten Knopflochs" geklärt

(AMPA, DEPA, NPA 5.11.1998)
Einer internationalen Forschergruppe (Lev Totshenko, Nikita Kurzhikova, Leonidas Totsurakis, Totsimura Leponayama et al in Zusammenarbeit mit dem Westtibetischem Knopfloch-Sammelverband) gelang es die Herkunft des "Unbekannten Knopflochs 1)" zu klären.

Das "Unbekannte Knopfloch" wird ja bekanntlich im Zuge der weltweit größten und imposantesten Ausstellung historischer Knopflöcher im Nonseum zu Herrnbaumgarten präsentiert und jährlich von abertausenden Knopflochsammlern und -bewunderern bestaunt, die Herkunft desselben war aber bis dato unbekannt - Originalzitat aus dem Ausstellungskatalog: " ...ist zur Zeit noch ungeklärt, ob es sich tatsächlich um ein Knopfloch handelt." Dies war der erste Punkt, den die Forscher zu eruieren hatten.

Nun, wodurch unterscheidet sich ein wertvolles und vielleicht sogar historisch bedeutendes Knopfloch von einem ordinären Loch2 - es ist die Verwendung: Knopflöcher dienen bekanntlich der Aufnahme und fixen Halterung von Knöpfen und diese hinterlassen bei regelmäßiger Verwendung Spuren am Knopflochrand, Spuren allerdings von so mikroskopischen Dimensionen, daß sie bis jetzt nicht nachgewiesen werden konnten. Erst das von IBM-Forschern in Rüschlikon (Schweiz) entwickelte Rastertunnelmikroskop erlaubte die atomaren Verunreinigungen am Knopflochrand nachzuweisen, aber nicht nur das, es konnte auch eine Materialanalyse durchgeführt werden.

Es folgt eine kurze (zusammengefaßte) Aufstellung der ermittelten Meßdaten:

Physikalische Eckdaten
r 27,9 - 28,5 mm annähernd kreisförmig
T 254,6 K Temperatur unter 0o C !!
m 0,34 +- 0,2 ng Masse
Materialzusammensetzung
C12 38,5% Kohlenstoff
N 33,2% Stickstoff
O 17,3% Sauerstoff
S,P...   weitere organische Atome
C14 0,2% Kohlenstoffisotop

Erläuterung der Meßdaten

Der Radius ist für ein Knopfloch ungewöhnlich groß, erste Vermutungen von Totsurakis, dessen Schwager Installateur ist, es handle sich bei dem Loch vielleicht um ein leicht gedehntes zweizölliges Abflußrohrloch, tauchten auf, sollten aber von den weiteren Meßwerten entkräftet werden.

Die Temperatur von umgerechnet ca. -18,5o C gab zuerst die größten Rätsel auf. Das "Unbekannte Knopfloch" wird seit Jahren im Nonseum in einer (nicht klimatisierten) Vitrine bei Temperaturen von 10 - 25o C verwahrt und sollte sich inzwischen längst den dort herrschenden Temperaturen angepaßt haben. Der 2. Hauptsatz der Thermodynamik 3), demzufolge Wärmeenergie von alleine nur vom wärmeren zum kälteren System übergehen kann, erzwingt dieses Verhalten, sagt aber nicht aus, wie schnell diese Angleichung vonstatten geht. Diese Angleichung hängt unter anderem von der Masse des aufzuwärmenden Körpers ab, und diese ist ja nun wirklich winzig - wo (fast) nichts ist kann sich nichts erwärmen - oder zumindest nur sehr langsam.

Die folgende Erwärmungskurve erläutert die weiteren Erkenntnisse:

Erwärmungskurve

Messungen der Erwärmung des Knopfloches ergaben eine Erwärmung von ca. 1.1 o C/Jahr, was zusammen mit dem durch die C-14-Methode ermittelten Alter von 18 Jahren auf ein ursprüngliche Temperatur von 234,6 Kelvin entsprechend fast - 40 o Celsius schließen läßt.

Die ermittelte Materialzusammensetzung bewies eindeutig, daß die Verunreinigungen des Knopflochrandes organischen Ursprungs sind, genauer vom Horn eines Yak, das nur in Tibet vorkommt, und nicht nur das: Durch das ungewöhnliche Isotopenverhältnis des Kohlenstoffs konnte auch auf eine Herkunft in großer Höhe geschlossen werden, da ab ca. 7000 m über dem Meeresspiegel die allgegenwärtige Höhenstrahlung viel weniger von der kaum mehr vorhandenen Athmosphäre gefiltert werden kann, und so das Isotopenverhältnis beeinflußt.

Die bemerkenswertesten Fakten des unbekannten Knopflochs:

ließen bald die Vermutung auftauchen:

Wir haben YETIs Knopfloch vor uns!

So an den Haaren herbeigezogen diese Behauptung bei erster Betrachtung klingt, so leicht ließ sie sich verifizieren:

Ein Anruf bei Reinhold Messner ergab, daß er bei einem Diavortrag an der Universität Kotogawa Herrn Prof. Masuhito Kobayama kennengelernt und mit ihm gesprochen habe. Und wer nun Kobayama kannte, dem ist sofort klar, was geschehen war. An Messner war bei seinem Kontakt mit dem YETI das Knopfloch haften geblieben, der unvergleichliche Kobayama entdeckte es und ließ es der größten Sammlung zukommen, die er zeitlebens schon immer bewundert hatte, der Sammlung4) im Nonseum5).

Literaturverzeichnis:

  1. Unbekanntes Knopfloch
  2. Zur soziologischen Psychologie der Löcher von K.Tucholsky
  3. 2. Haupsatz deer Thermodynamik (Wikipedia)
  4. Sammlung historischer Knopflöcher
  5. Nonseum

PS: Als Immanuel K. Locherer-Nopfwald, o. Prof em, Institut f. experimentelle Knopflochforschung, Universität Leipzig, von dieser Entdeckung erfuhr, stammelte er: "Freut mich sehr, daß ich das noch erleben durft".

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